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Eine Gesellschaft, die (wirtschaftlich) nur überlebt, in dem sie über ihre Möglichkeiten lebt, muss sich nicht wundern, wenn ihre Mitglieder jedes (Mit-)Verantwortungsgefühl, jede Bodenhaftung, jedwelchen Maßstab für nützlich oder unnütz verloren hat. Von klein auf umweht uns das Dogma "nur wer konsumiert, kann glücklich sein".
Dies ernsthaft zu hinterfragen kommt einem gesellschaftlichen Selbstmord gleich. Wer sich bekennend vom Konsumrausch verabschiedet, wird i.d.R. zum geächteten Außenseiter, zum puristischen Sonderling degradiert.
Abgeben wird zum Sonderereignis, welches mit brachialer, medialer Gewalt in die Haushalte gespült wird (Tsunami-Katastrophe). Ansonsten öffnet sich die Schere zwischen arm und reich geräuschlos immer weiter. Der Mensch verschwindet in dieser ausschließlich auf Profitdenken ausgerichteten Gesellschaft, der in zunehmendem Maße jedes Wertegefühl verloren geht.
Und es keimt die Befürchtung auf, dass die Entmoralisierung des Materiellen einen Wertewandel auch zukünftig unmöglich macht. Diese - wie Jean Ziegler es nennt - Immunschwäche der zeitgenössischen kapitalistischen Gesellschaft, schwächt zweifelsohne den Rechtsstaat, seine Ordnungsfunktion und verhindert ´wertebildende´ Maßnahmen.
Was außer Bildung, Bildung und nochmals Bildung, die insbesondere in der Wahrnehmung unserer ungefilterten Außenwelt ihre Vertiefung finden muss, kann im reichen, hoch entwickelten Norden an diesem Missstand etwas ändern?
Zudem sollten wir einen - gesellschaftlich anerkannten und geschätzten - Gegenpol zu der mehr und mehr entrückten Gier-Debatte schaffen. Eine Art materialisierte Anerkennung gelebter wirtschafts- und sozialethischer Verantwortung.
Neben dem Nobelpreis und dem Right Livelihood Award (altern. Nobelpreis) soll zukünftig jährlich der world-ethics-award (Welt-Gönnerpreis) vergeben werden. Hier sollen Spender, Stiftungsgründer und sonstige honorige Bürger geehrt werden, deren großzügiges, finanzielles Engagement in besonderer Weise dazu beiträgt, die Nöte der benachteiligten dieser Erde zu lindern. Insbesondere sollen Menschen ausgezeichnet werden, die sich neben einem erheblichen finanziellen Engagement auch persönlich einbringen. Alles streng gemäß dem Motto: "Tue Gutes und sprich darüber"
Die aktuelle - durch die Finanz-/Wirtschaftskrise geförderte - (Ethik-)Diskussion, ist eindeutiges Zeichen dafür, dass die Zeit für einen "world-ethics-award" gekommen ist.
Hilfe gibt es nicht zum Nulltarif. Gegen den Zeitgeist gerichtetes Engagement ist häufig besonders teuer. Am dringlichsten bedarf es aber der Menschen, die neben den finanziellen Ressourcen auch bereit sind, sich selbst einzubringen.
Wir möchten mit dieser Informationsplattform all diejenigen unterstützen, die sich innerhalb ihrer finanziellen Möglichkeiten helfend engagieren wollen. Wir bieten Ihnen - in den unterschiedlichen Bereichen - über Direktverlinkung die Möglichkeit, modellhafte Projekte, Stiftungen und gemeinnützige Vereine kennenzulernen. Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, selbst eine Hilfsorganisation - in Form einer Stiftung oder eines e.V. - zu gründen, dann unterstützen wir Sie gerne beratend und koordinierend.
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